Klassen 7 und 8

 

Friesacker Schüler kamen auf Tour
 
 
Im März hieß es für die 7. und 8. Klassen der Kooperationsschule Friesack
``Komm auf Tour – meine Stärken , meine Zukunft``.
Ziel dieses  von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und verschiedenen Partnern erarbeiteten Projektes ist es , jungen Menschen Berufsorientierung zu geben , persönliche Interessen und Stärken zu erfahren und die persönliche Lebensplanung geschlechtersensibel wahrzunehmen.
Und so erkundeten die Schüler und Schülerinnen einen ungefähr 500 qm großen innovativen Erlebnisparcours.
Am Terminal wurden sie vom Reiseleiter Futuro  begrüßt , der die Jugendlichen in lockerer Art und Weise und  mit einem `hitverdächtigen `Musikvideo einstimmte. Von dort ging es mit Tempo in Gruppen zu je 12-15 Personen an die einzelnen Stationen: vom Zeittunnel ins Labyrinth und von der sturmfreien Bude über eine Bühne in  die Auswertung.
Besonders beliebt war die Station sturmfreie Bude. Welcher Teenie denkt da nicht sofort an Party? Aber hier war selbige zu Ende und die Eltern im Anmarsch .Also hatten sich die Jugendlichen ganz anderen ,unerwarteten Aufgaben zu stellen : z.B. Betten machen , den Abfluss reparieren , entlaufene Haustiere fangen.  Und dann wurden auch noch Kondome entdeckt….
Im Labyrinth waren die Schüler gefordert , sich zurechtzufinden , Entscheidungen zu treffen.
Im Zeittunnel wurde heftig diskutiert. Auslöser waren die an die Seiten des Tunnels projizierten Fotos , die vielfältige , auch geschlechteruntypische  Lebens- und  Arbeitswelten zeigten.
An der Station Bühne ging es hoch her. Hier konnten sich die Jugendlichen nicht nur in den Jobs vor und hinter der Bühne ausprobieren , so manch einer entdeckte auch sein schauspielerisches Talent .Mit viel Spaß und völlig ungezwungen zeigten sie auf der Bühne verschiedene Kurzszenen , wie z.B. Eifersucht oder Mut ….(.Die begleitenden Lehrer waren übrigens während der Stationsarbeit nicht dabei. Wohl auch deshalb zeigten einige Jugendlichen Seiten , die man ihnen gar nicht zugetraut hätte )
An den verschiedenen Stationen vergab die Reiseleitung übrigens entsprechend der Auswahl der Aufgaben und deren Lösungswegen `Stärkepunkte `an die Schüler und Schülerinnen. Unter einem `Lebensmobile` trafen sich dann alle zur Auswertungsphase wieder.
Dort konnten die Kids an so genannten `Stärkeschränken` mit spannenden Materialcollagen erfahren, welche Berufsbilder und Ausbildungsberufe zu ihren Stärken passen. In einem speziellen Logbuch konnten die Erfahrungen eines jeden Einzelnen dann festgehalten werden.
Jetzt gilt es , das Potential dieser Veranstaltung an der Schule effizient nachzuarbeiten. Die Botschaft lautet : Finde heraus , was dich interessiert. Du kannst mehr , als du bislang weißt. Probier aus, was dir Spaß macht , zuhause , in der Schule und im nächsten Praktikum.
 
 
 
D. Knöß

 

 

                               Ein Zeitzeuge zu Gast in Friesack

 
 
In der vergangenen Woche konnten wir, die Schüler des 8.Jahrgangs der Kooperationsschule Friesack einen besonderen Gast begrüßen. Frau Ruth Weiß kam zu uns in den Deutschunterricht, um uns von ihren persönlichen Erlebnissen während der Nazizeit zu berichten. Da wir uns in den nächsten Wochen mit dem Schicksal der Anne Frank beschäftigen wollen, waren wir an einem Zeitzeugenbericht sehr interessiert. Zwei Stunden lang lauschten wir den aufregenden und überaus bewegenden Erlebnissen.
Frau Ruth ist in Süddeutschland in der Nähe von Nürnberg geboren. Früher als sie noch ein kleines Mädchen war, hatte sie es nicht einfach, da sie einen jüdischen Glauben hatte. Sie war damals das einzige jüdische Kind an ihrer Schule. Sie wurde gemobbt, ausgeschlossen und hatte keine Freunde mehr. Wir, die Jugendlichen von heute, können uns solche schlimmen Erlebnisse gar nicht mehr vorstellen, weil bei uns jeder so genommen wird, wie er ist.
Besonders schlimm empfanden wir, dass sie keine Kinos besuchen durfte, kein Theater.
Oft wurde sie auf dem Weg zur Synagoge von ihren Mitschülern angegriffen.
Als Ruth Weiß 12 Jahre alt war, zog sie mit ihrer Familie nach Südafrika. Sie verbrachte dort die meiste Zeit ihres Lebens. Vor sieben Jahren kam sie zurück nach Deutschland. In der Zeit verfasste sie zwei Bücher, einmal ihre Autobiografie " Wege im harten Gras" und " Meine Schwester Sara"!
Am Ende der Veranstaltung waren sich alle Schüler einig: das war eine tolle Deutschstunde.
Im Namen aller Schüler möchten wir uns bei Frau Weiß recht herzlich bedanken.
 
Katharina Fabel, Jessica Wins, Julia Liebermann - Zoehe

 

            

Ein Ausflug ins Technik – Museum Berlin

Am 08.12.2010 erlebten die Klassen 8a , 8b und 9c Unterricht von einer anderen Seite.
Zum Thema technische Revolution, das im Geschichtsunterricht sehr ausführlich behandelt wird, unternahmen die Klassen einen Ausflug  in das Technik – Museum nach Berlin.
Die Schüler trafen sich morgens vor der Schule und von dort ging es mit dem Bus los. Nach einer Stunde Fahrt erreichten wir das Museum in Berlin – Kreuzberg. Jede Klasse bekam unterschiedliche Fragen zum Thema Technik und Entwicklung . Dann erforschten wir in kleinen Gruppen das Museum.
Die Schüler waren begeistert von den Eisenbahnen, Flugzeugen, Schiffen, Computern und vielem mehr. Für die Mädchen gab es eine besondere Überraschung, sie konnten einen Einblick in eine Schmuckproduktion erhalten.
In dem Museum gab es auch die Möglichkeit, selbst Sachen auszutesten, z.B. wie ein Zug beschleunigt.
Die Klassen hatten einen wundervollen Unterrichtstag, und gegen Mittag fuhren wir zurück nach Friesack.
Eine große Auswertung mit Präsentationen wird im WAT – Unterricht bzw. Geschichtsunterricht erfolgen. Vielleicht ergibt sich ja irgendwann ein weiterer Besuch, denn wir haben längst nicht alles gesehen.
 
 
Tobias Große
Klasse 8 a
Kooperationsschule Friesack