News

Workshop „Erst spazieren – dann schreiben“

Veröffentlicht von Webmaster (admin) am 03.11.2011
News >>
Unser Spaziergang führte uns entlang des neuen Mauerweges über die besagte Brücke (in deren Mitte noch heute zwei unterschiedliche Grünanstriche von Ost und West zu sehen sind), über einen damals durch die Mauer sogar geteilten Friedhof (was uns sehr berührte) und am Stadion von Turbine Potsdam vorbei bis ins Zentrum von Babelsberg.
Wir wussten so wenig über die Zeit der Mauer, ihre Entstehung und was sie damals während der Zeit des Kalten Krieges für die Menschen in Ost und West bedeutete. Frau Hoffmann gab uns lebendigen Geschichtsunterricht.
Voller Eindrücke und mit schmerzenden Füßen ging es nach einer Pause in das Rathaus Babelsberg, wo dann der produktive Teil unseres Workshops begann.
Im historischen Saal entstanden Geschichten zu dem eben Erlebten oder ganz privater Natur.
Und es entstanden viele! Frau Hoffmann verstand es sehr gut, uns Zugänge zum Thema zu verschaffen, gab Anregungen, erzählte und zeigte uns, wie und in welchem Umfeld berühmte Schriftsteller am liebsten schreiben.
Dann brach unsere Schreibwut aus! Keiner wollte aufhören. Als der Workshop dann doch weiterging, lasen etliche Schüler ihre Ergebnisse vor und bekamen von Frau Hoffmann viel Lob und wertvolle Ermunterung.
Der zweite Tag war ein ungewöhnlicher Schultag, denn wann kann man schon auf der mitgebrachten Decke oder dem Kuschelkissen in der Aula sich ganz den Gedanken hingeben und schreiben, schreiben, schreiben? 90 Minuten vergingen wie im Flug!
Herrliche Fotos entstanden!
Als Frau Hoffmann mit dem Workshop fortfuhr, lasen wir unsere Geschichten vor, die eine traurig, die andere spannend. Und wieder gab es sehr viel Lob und Anregungen, nun aber nicht nur durch die Autorin, sondern auch durch uns selbst.
Den Abschluss bildete eine Lesung aus ihrem Buch “Aufgewachsen in Westberlin in den 60er und 70er Jahren“. Das Vorgelesene wurde lebendig, da persönlich erlebt und aus jugendlicher Sicht geschrieben. Der Mauerfall bekam für uns neue Dimensionen.
Fazit: Der Workshop war toll, hat Spaß gemacht, wir fühlten uns ernst genommen und wertgeschätzt, es gab keine Zensuren. Deutschunterricht einmal anders. Gern würden wir noch einmal teilnehmen oder diesen Workshop fortführen.
Im Namen aller Teilnehmer ein herzliches Dankeschön an Frau Hoffmann für die zwei tollen Tage, Frau Pochert für die Organisation und die Schulleitung für die Finanzierung!
 
Katharina Fabel

Zuletzt geändert am: 03.11.2011 um 5:06 PM

Zurück